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HERGER MEINT

In diesem Blog möchte ich regelmässig über meine Eindrücke als Schweizer Unternehmer, aber auch als Privatperson schreiben und freue mich über Ihr Feedback. Darin äussere ich meine persönliche Meinung und Ansichten, die sich von der Meinung meiner Geschäftspartner, unseren Mitarbeiter, unserer Vertriebspartner und unseren Kunden unterscheiden können.

Autor: Peter erstellt am: 28.04.2009 14:00 RssIcon
In diesem Blog möchte ich regelmässig über meine Eindrücke als Schweizer Unternehmer, aber auch als Privatperson schreiben und freue mich über Ihr Feedback. Darin äussere ich meine persönliche Meinung und Ansichten, die sich von der Meinung meiner Geschäftspartner, unseren Mitarbeiter, unserer Vertriebspartner und unseren Kunden unterscheiden können.
erstellt von Peter Herger am: 14.09.2017 08:42
Die Welt befindet sich in der vierten industriellen Revolution. Geprägt wird diese von der digitalen Transformation, die durch bahnbrechende Technologien wie beispielsweise die künstliche Intelligenz vorangetrieben wird. Doch wie sind Schweizer KMU davon betroffen, und was können sie tun, um den Anschluss zu halten? Jede industrielle Revolution wird getrieben von einer neuen Technologie. Während die erste durch die Erfindung der Dampfmaschine ausgelöst wurde, war die zweite durch die Elektrizität geprägt. Die Technologie der dritten industriellen Revolution waren der Computer und das Internet, die es ermöglichten, automatisierte Fertigungssysteme zu entwickeln und uns virtuell zu vernetzen. Die vierte ist in diesem Sinne keine eigentliche Revolution, sondern eine Evolution mit einem fliessenden Übergang in unsere heutige Wirtschaft und Gesellschaft. Getrieben wird sie von der digitalen Transformation mit bahnbrechenden Technologien wie Robotik, künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Nanotechnologie oder 3D-Drucken....
erstellt von Peter Herger am: 03.04.2017 05:33
Wir gehörten zu den Ersten in der Branche, die in der Kommunikation nicht mehr auf nüchterne Sachlichkeit und immer gleiche Verkaufsargumente setzten. Wir entwickelten eine Story. Die Story darüber, dass Unternehmen die PROFFIX einsetzen, mehr Zeit für ihre Freizeit haben. Dieses Versprechen haben wir verknüpft mit unserem Sportsponsoring in der obersten Schweizer Eishockey-Liga, das uns die Bühne bot, mit unseren Vertriebspartnern und Kunden etwas zu erleben. Und dank unserer Partner wurde die Story auch in anderen Eishockeystadien erzählt und so eine Plattform geschaffen, die PROFFIX als Marke und Unternehmen vom kleinen Wangs in die ganze Schweiz hinaustrug. Nachdem sich Freizeit und Arbeit heute immer mehr vermischen, wurde es Zeit, im Kern eine neue Geschichte zu entwickeln. Eine Geschichte, die sich weiterverbreiten lässt, aber auch auf unseren Stärken beruht. Die Geschichte unserer 3000 Kunden. Sie alle sind Unternehmer, die, wie wir alle, jeden Tag mit Leidenschaft für ihr Unternehmen einstehen und kämpfen. Es macht mich stolz zu sehen, wie PROFFIX sie in ihrem Kernbereich unterstützt, erfolgreicher arbeiten zu können. «Von Unternehmer zu Unternehmer», das ist heute die Kernbotschaft unserer Story, die wir über die unterschiedlichsten Kanäle und Plattformen on- und offline erzählen. ...
erstellt von Peter Herger am: 06.12.2016 07:41
Ich bin ein neugieriger Mensch. Ich lese viel, unterhalte mich gern mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Und ich schrecke auch nicht davor zurück, meine Meinung zu sagen und die Ansicht anderer anzuhören. Warum? Weil ich davon überzeugt bin, dass wir uns immer wieder hinterfragen müssen, um für Neues offen zu sein und uns zu verändern. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass man eine Meinung auch mal ändern kann oder zumindest revidieren muss. So war ich beispielsweise lange Zeit davon überzeugt, dass wir die Qualität unseres Produktes nur erreichen können, wenn wir alles selbst entwickeln. Mittlerweile weiss ich, dass der Aufwand dafür viel zu gross wäre und uns die Zusammenarbeit mit externen Partnern schneller und erfolgreicher zum Ziel führt. Hatte ich früher Schnittstellen zu externen Systemen noch als riskant beurteilt, eröffnen sie uns heute neue, viel flexiblere Lösungen. Natürlich haben allein schon die technologischen Entwicklungen dazu geführt, dass wir schneller umdenken müssen.Doch...
erstellt von Peter Herger am: 13.09.2016 09:10
Was wurde in den vergangenen Jahren nicht alles unter das Thema Nachhaltigkeit gepackt. Mancher Vorschlag, der den ökonomischen, klimatischen und gesellschaftlichen Veränderungen gerecht werden soll, verspricht heute Nachhaltigkeit. Auch ich frage mich stets, wie nachhaltig etwas ist. Denn ich hatte immer das Gefühl, dass es vielmehr eine Denkhaltung und nicht ein Gebot der Stunde ist, etwas Nachhaltiges zu tun. Seit 15 Jahren bin ich Unternehmer und habe PROFFIX zusammen mit meinen Geschäftspartnern zu einem KMU mit 19 Mitarbeitenden ausgebaut. Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, stets den Weitblick zu haben, wie wir unser selbst erwirtschaftetes Geld nachhaltig investieren, um kontinuierlich weiterzuwachsen. Welche Investitionen sind sinnvoll? Wie können wir die Firma und das Produkt mit unseren überschaubaren Mitteln weiterbringen? Das A und O ist es für uns, in die richtigen Mitarbeitenden zu investieren und ihnen weitsichtig aufzuzeigen, wohin der Weg führt. Spannend ist es nun, in unserem umkämpften...
erstellt von Peter Herger am: 25.06.2016 14:02
Seit jeher bin ich ein Verfechter von Arbeitsmodellen, die den Mitarbeitenden Freiräume geben, sich zu entfalten. Dazu gehört auch meine tiefe Überzeugung, dass es zwischen Arbeit und Freizeit grundsätzlich eine klare Linie braucht, um sich genügend erholen zu können. Trotzdem: Die Arbeitswelt hat sich verändert, und es gibt immer mehr Jobs, die nicht zwangsläufig innerhalb eines immer gleichen achtstündigen Arbeitstags am besten ausgeführt oder erledigt werden können. KMU sind meist mehr als Grossfirmen auf Mitarbeitende angewiesen, die je nach Aufgabe flexibler arbeiten möchten. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass mehr Freiheit in der Arbeitsgestaltung, eine höhere Selbstverantwortung und eine bessere Wertschätzung oft Gründe sind, weshalb manche Berufstätige kleinere Betriebe den grösseren Unternehmen als Arbeitgeber vorziehen. Blickt man jedoch auf die neuste, seit dem 1. Januar 2016 gültige Revision bezüglich Arbeitszeiterfassung, gelten für die Mehrheit der Mitarbeitenden und somit...
erstellt von Peter Herger am: 17.12.2015 08:46
Ob beruflich oder privat: Ich bin oft unterwegs und komme mit vielen spannenden Persönlichkeiten ins Gespräch. Dabei fällt mir immer häufiger auf, wie schnell sich heute Wissenslücken auftun. Diese werden dank Google kurzerhand geschlossen. Jedoch nur oberflächlich, und der schnelle Griff zum Handy hat schon manch gutes Gespräch ins Stocken gebracht. Trotzdem, wieso sollen wir uns Wissen «auf Vorrat» aneignen, wenn in Google schnell eine Antwort gefunden werden kann? Mit der Frage, weshalb sie denn so viel auswendig lerne, ärgerte ich auch oft meine Lebenspartnerin, als sie sich auf ihre Anwaltsprüfung vorbereitete. Schliesslich stünde doch alles in den Gesetzbüchern und liesse sich online abrufen. Heute arbeitet sie am Gericht und führt mir in unseren Gesprächen immer wieder vor Augen, welchen Wert ein grosses Wissen hat, wenn es sich in den unterschiedlichsten Formen abrufen und bei verschiedensten Themen einbringen lässt. Das zeigt sich mir in unserer zunehmend digitalen Welt auch immer häufiger im beruflichen...
erstellt von Peter Herger am: 15.09.2015 09:41
Im Juli reiste ich an die Microsoft Partnertage in die USA und liess mich von den Innovationen des grössten Softwareherstellers inspirieren. Microsoft fasst diese in der folgenden Mission zusammen: «Empower every person and every organization on the planet to achieve more». Auch wenn wir mit unserem Tun nicht den ganzen Planeten erreichen, fühlte ich mich sofort angesprochen. Denn wir stellen uns immer wieder die Frage, welches die richtigen Werkzeuge für unsere Anwender sind, damit diese mehr erreichen können. Gleichzeitig müssen wir aufgrund der anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten stets abwägen, welche Innovationen nur Spielzeuge sind und welche den Kunden einen echten Mehrwert bringen. Zuverlässigkeit steht bei PROFFIX auch künftig an erster Stelle. Gleichzeitig verpflichten wir uns verstärkt der Innovation, um unsere Software stets am Puls der Zeit zu halten. Damit wir beiden Ansprüchen noch besser gerecht werden, haben wir unsere Entwicklungsabteilung mit einem Team ergänzt, das sich ausschliesslich...
erstellt von Peter Herger am: 01.04.2015 14:32
Geschäftliches soll man ja bekanntlich nicht mit Privatem mischen. Dem stimme ich als Unternehmer absolut zu. Seit jeher bin ich ein starker Verfechter einer guten Balance zwischen Beruf und Freizeit. Differenzierter sehe ich dies als Bürger eines Landes mit direkter Demokratie und einer Politik, die auf einem Milizsystem aufbaut. Hier braucht es Exponenten, die sich aufgrund ihrer Erfahrung politisch für einen starken Schweizer KMU einsetzen. Unser Land bietet eine ausgezeichnete Lebensqualität und hervorragende Voraussetzungen fürs Unternehmertum. Doch in der politischen Diskussion bestimmen heute die Grossunternehmen die Agenda. Die Anliegen des typischen Schweizer KMU finden wenig Platz. Ihre Lobby ist klein und die zeitlichen und wirtschaftlichen Kapazitäten sind begrenzt. Ich hatte das Glück, dass mir schon früh die Chance geboten wurde, ins Unternehmertum einzusteigen. Die vergangenen Jahre, in denen ich täglich mit Geschäftsinhaber zusammenarbeite, haben mir gezeigt, dass sie prädestiniert...
erstellt von Peter Herger am: 09.12.2014 11:17
«Warum mahnst du mich? Du weisst doch, dass ich bezahle.» Solche Reaktionen lösen bei mir Erstaunen aus. Noch mehr überrascht mich aber, wenn mir jemand sagt, «ich mahne nicht, der zahlt dann schon». Einen Kunden daran zu erinnern, dass die Zahlung für eine korrekt ausgeführte Leistung überfällig ist, gehört heute zu einem professionell geführten Unternehmen. Schliesslich muss der Auftragnehmer auch monatlich seinen Verpflichtungen nachkommen. Eine Mahnung ist kein persönliches, sondern ein formelles Schreiben. Eine Zahlung kann vergessen und eine Rechnung gar verloren gehen, eine Erinnerung leistet hier oftmals schnell Abhilfe. In der Schweiz beruhen die wenigsten Konkurse auf einer mangelnden Rentabilität. Weit öfter ist es die fehlende Liquidität. Die beiden häufigsten Gründe liquider Engpässe sind, dass entweder zu wenig schnell Rechnung gestellt wird oder dass Zahlungseingänge nicht kontrolliert werden und der Kunde weder erinnert noch gemahnt wird. Eine effiziente Geschäftsadministration trägt wesentlich...
erstellt von Peter Herger am: 17.09.2014 08:00
So lautet der Titel eines Buches von Bill Gates aus dem Jahr 1996. Darin steht ein Satz, der mich seit meinen Anfängen als Unternehmer begleitet. Frei übersetzt lautet er: «Wir überschätzen die Veränderungen der nächsten zwei Jahre und unterschätzen diejenigen in den kommenden zehn Jahren.» Rückblickend betrachtet sind die technologischen und unternehmerischen Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre tatsächlich unfassbar. Wage ich den Blick in die fernere Zukunft, frage ich mich, ob meine Fantasie ausreicht, um die Dimensionen des technologischen Fortschrittes abzuschätzen. Der Satz geht übrigens noch weiter und besagt, dass wir uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben dürfen. Dieser Teil des Satzes ist mein täglicher Antrieb und bedeutet, dass der Schlüssel für erfolgreiches Unternehmertum der ist, am Ball zu bleiben. Die meisten unserer Kunden sind Unternehmer. Sie denken langfristig. Unser aller Aufgabe ist es, stets die Balance von Beständigkeit und Innovation zu halten. Ein Ausruhen führt oftmals in die...
erstellt von Peter Herger am: 02.05.2014 09:42
Unlängst war ich Gast in einem wunderschönen Hotel, das mit seinem klaren Design wirbt. Als ich mein Zimmer betrat, war ich beeindruckt – das Versprechen der Gastgeber wurde auf den ersten Blick vollends erfüllt.

Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fusse. Obwohl grosszügig genug gestaltet, fand sich im Badezimmer nirgends ein Plätzchen für mein Necessaire. Das einzige Kästchen war mit dem Föhn des Hauses belegt. Ablagefläche oder ein Hacken, die Abhilfe hätten leisten können, waren schlicht nicht vorhanden. Dasselbe Dilemma erwartete mich in der am anderen Ende des Zimmers separat gelegenen Walk-in-Dusche. Nirgends fand sich eine Möglichkeit, das Frottiertuch aufzuhängen. Mangels Alternative legte ich es kurzerhand auf den Boden. Doch mit dem ersten Wasserstrahl bahnte sich das Wasser seinen Weg schnurstracks Richtung Frottiertuch. Also zurück mit dem Tuch auf den Tuchhalter über der Badewanne. Zurückschauend auf die nassen Fussspuren, die ich nach dem Duschen quer durch das Zimmer hinterliess, wurde...
erstellt von Peter Herger am: 04.12.2013 09:53
Im Sport gibt es immer nur einen Sieger. Ihm gebührt Ruhm und Ehre, bis der nächste ihn vom Thron stösst. Im Gegensatz dazu sind in der Geschäftswelt letztlich nur diejenigen Geschäfte erfolgreich, bei denen alle Beteiligten gewinnen. Dies gilt auch für unsere Branche.

Wir als Hersteller müssen mit den Umsätzen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Updates unsere Forschungs- und Entwicklungskosten finanzieren. Dies ist in unserer schnellen unberechenbaren Industrie aber nur mit Wachstum möglich. Unsere Vetriebspartner wiederum sind darauf angewiesen, ihre Dienstleistungen zu verrechnen, damit sie für die Endkunden die erforderlichen Support- und Serviceleistungen erbringen können und die Lösung jederzeit funktioniert.

Die Märkte haben sich in den vergangenen Jahren durch die gestiegene Mobilität stark verändert und weiter beschleunigt. Die Unternehmen erwarten, dass die Software mit diesen Veränderungen Schritt hält. Der Margendruck nimmt zu und von den Vertriebspartnern wird mehr Fachkompetenz...
erstellt von Peter Herger am: 09.09.2013 13:13
Die Nachricht, dass sich der Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz demnächst für ein dreimonatiges Sabbatical verabschiedet, löste in den Medien heftige Diskussionen aus. Ebenso hoch schlugen die Wellen, als bekannt wurde, das Jasmin Staiblin, frühere ABB-Chefin und seit Anfang Jahr CEO der Alpiq, sich bereits zum zweiten Mal eine viermonatige Babypause gönnt. Sind solche Auszeiten fehl am Platz? Ich sage nein. Sicher lösen solche Themen in Grosskonzernen grössere Diskussionen aus und sind in kleineren Unternehmen schwierig umzusetzen. Gut aber, dass es passiert und man merkt, dass Zeit für Erholung und für die Familie wichtig sind, um im heutigen oft hektischen Alltag über Jahre zu bestehen. Das gilt für alle Branchen und für Mitarbeitende über alle Hierarchiestufen hinweg.

Nachdem wir die Ferien bei uns auf fünf Wochen erhöht haben, habe ich selbst erlebt, dass es über die Sommermonate hinweg eine gute Planung braucht, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Gerade in kleineren Betrieben wie wir es sind, sind die meisten Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf einer einzelnen Person vereint. Doch meine Erfahrung zeigt, dass sich Führungskräfte, die ihren Mitarbeitenden Eigenverantwortung übergeben und sie im Arbeitsalltag in die Prozesse involvieren und sie informieren, auch bei der Regelung von Abwesenheiten auf derer Flexibilität zählen können. Bei der Übernahme von Stellvertretungen wird auch immer wieder deutlich, wie stark sich die Mitarbeitende für ein Unternehmen und füreinander einsetzen. Dies ist für die Verantwortlichen wohl der schönste Beweis für den Zusammenhalt im Team. Dank einer funktionierenden Organisation lassen sich Ferien und Auszeiten auch wirklich geniessen und die Mitarbeitenden, die während dieser Zeit die Stellung halten wissen, dass auch ihnen dies zusteht. So soll es sein. Denn nur Menschen, die auch mal abschalten können, haben letztlich die nötige Ruhe zur Gelassenheit und für neue Ideen. Schön, wenn noch mehr Wirtschaftsbosse mit ihrem Beispiel voran gehen.

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erstellt von Peter Herger am: 13.04.2013 00:00
Immer wieder werde ich mit Erwartungshaltungen konfrontiert, die mich irritieren, ja bisweilen auch ärgern. So werde ich beispielsweise öfter von flüchtigen Bekannten nach Tickets für Anlässe angefragt, die uns aufgrund unserer Engagements zur Verfügung gestellt werden. Meist mit der Anmerkung, man würde sie auch bezahlen. Sicher, fragen kostet ja nichts. In diesen Momenten frage ich mich schon, ob solche Erwartungen in Zeiten des schnellen Konsums normal sind. Für mich sind sie fremd. Ich bezahle gerne etwas und anerkenne dadurch die Arbeit, die andere auf sich nehmen. Und ich freue mich umso mehr, wenn ich unerwartet eingeladen werde oder mir ein Rabatt gewährt wird. Mag sein, dass ich mehr herausholen könnte, wenn ich mehr forderte, aber ist dies Sinn und Zweck? Auch als Unternehmer befolge ich seit jeher den Grundsatz, dass es dann ein gutes Geschäft ist, wenn alle profitieren. Also darf eine Leistung auch etwas kosten. Gerade in unserem Business ist dies wichtig, steht doch zwischen uns als Hersteller und...
erstellt von Peter Herger am: 11.12.2012 16:30
Als Buchhalter frage ich mich immer wieder, weshalb ich mich für die Softwarebranche entschieden habe. Der Hauptgrund dafür sind sicher meine angeborene Neugierde und meine Freude, am Fortschritt zu partizipieren. Die IT bot mir in meinen jungen Berufsjahren die ideale Plattform dazu. Diesen Schritt habe ich auch nie bereut. Vielmehr ist es die einfache Logik, die ich in unserer digitalisierten Welt manchmal vermisse. In der Buchhaltung entscheiden Soll und Haben. Daran gibt es auch in den nächsten Jahrzehnten nichts zu rütteln. Fortschritt hin oder her. Und eigentlich ist ja auch die IT logisch, besteht sie doch aus 0 und 1.

Und doch bringt mich der technologische Fortschritt immer wieder in Situationen wie neulich morgens, als mein Internetzugang nicht funktionierte. Dank meinem lokal installierten Word konnte ich die Zeit für diese Kolumne nutzen. Einmal mehr habe ich auch geschätzt, dass ich meinem traditionellen Frühstücksritual inklusive Zeitung lesen treu geblieben bin. Als Softwarehersteller liegt...
erstellt von Peter Herger am: 11.09.2012 08:58
Im Sommer hat der Eishockeysport üblicherweise Sendepause. Dies galt in diesem Jahr jedoch nicht für die Kloten Flyers, die während Tagen Schlagzeilen lieferten. Wieder einmal hatte eine Sport AG über ihre Verhältnisse gewirtschaftet, um sich den Erfolg zu kaufen. Obwohl uns von Kindesbeinen an gelehrt wird, dass nicht mehr ausgegeben werden kann als eingenommen wurde.

Für den Sport scheint dieses Gesetz nicht zu gelten. Solange am Ende einer Periode jemand da ist, der die entstandenen Löcher stopft, stellt keiner die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Ist aber plötzlich niemand mehr bereit, die Verantwortung zu übernehmen, tun sich die Abgründe unmittelbar auf. Für ein normales KMU bedeutet ein solches finanzielles Debakel das Ende. Doch Sport ist Emotion, und Emotionen können Berge versetzen. Dies zeigte sich auch bei den Kloten Flyers!

Da mir der Club am Herzen liegt, habe ich mich in der Taskforce zur Rettung engagiert. Obwohl ich – ehrlich gesagt – wenig Hoffnung hatte. Doch die Solidaritätsbekundungen...
erstellt von Peter Herger am: 04.04.2012 13:35
In der heutigen Arbeitswelt sitzt der Mensch vor dem Computer und ist meist online. Die elektronische Kommunikation ersetzt zunehmend den persönlichen Informationsaustausch, wodurch Prozesse und Abläufe nicht mehr definiert und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind. Im kürzlich erschienen Buch „Brain at Work“ behauptet der Autor gar, dass Menschen, die stets online sind, ihren IQ vermindern und gibt Tipps, wie heute gearbeitet werden sollte. Mit Spannung verfolge auch ich unser geändertes Arbeitsverhalten und die Auswirkungen, die dieses auf die Entwicklung unserer Software hat. Dabei stelle ich eine immer grössere Delegation der Verantwortung an das System fest. Waren sich vor zehn Jahren die Kunden bewusst, dass betriebliche Abläufe der Software angepasst werden müssen, verlangen sie heute das Gegenteil. Die Konsequenz daraus ist, dass es für die Beteiligten komplizierter wird, die Vorgänge zu definieren und nachzuvollziehen. Bedauernswert an dieser Entwicklung ist aber auch, dass den Mitarbeitern nicht mehr...
erstellt von Peter Herger am: 13.12.2011 13:57
Nach einem ereignisreichen Jubiläumsjahr schauen wir nun wieder konsequent nach vorne. Mit Blick auf die künftige Geschäftsentwicklung fällt mir ein Aspekt besonders ins Auge: Wir sind gut aufgestellt und verfügen über eine gute Vertriebsstruktur. Trotzdem, das Wachstum stagniert. Diese Entwicklung hat weniger mit dem wirtschaftlichen Umfeld zu tun, sondern steht vielmehr im Zusammenhang damit, dass immer mehr Vertriebspartnern die personellen Ressourcen fehlen, um neue Projekte zu evaluieren und umzusetzen. An was liegt das? Die meisten unserer Partner sind Quereinsteiger aus den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren. Sie haben sich über die Jahre ein umfassendes Know-How aufgebaut. Doch für die jungen Leute ist dieser Quereinstieg heute schwierig. Einige wagen den Sprung ins kalte Wasser, aber es fehlt eine passende Ausbildung! Die Anforderungen des KMU sind gestiegen, so dass es sowohl IT- als auch betriebswirtschaftliches Wissen benötigt, um Softwareeinführungen planen und die Kunden optimal betreuen zu können....
erstellt von Peter Herger am: 02.09.2011 00:00
Vor wenigen Wochen haben wir mit einem grossen Fest auf das 10-jährige Jubiläum von PROFFIX angestossen. Nun sind wir wieder in den Alltag zurückgekehrt und machen weiter wie bisher. Denn Kontinuität zu bewahren, erachten wir nicht nur als Vorteil, sondern als Privileg.

Auch wenn die Zeichen an den Finanzmärkten  auf Sturm stehen, spätestens seit der letzten Krise wissen wir, dass Turbulenzen heute zum  Alltag gehören, auch wenn diese sehr heftig sein können. Wohin die Stürme uns auch treiben, wir halten unseren Kurs und unser Ziel  klar vor Augen haben. Mit 1800 Kunden und rund 9000 Anwendern gehören wir noch zu den kleineren Anbietern im Schweizer Softwaremarkt. Diese Position wollen wir weiter stärken, indem wir uns nicht verzetteln. Wie bisher fokussieren wir uns auf die Kleinbetriebe bis 25 Benutzer aus Gewerbe, Handel und Dienstleistungen und entwickeln unser Produkt auf deren Bedürfnisse. Gleichzeitig behalten wir die technischen Trends im Auge und realisieren dann Lösungen, wenn diese für unsere...
erstellt von Peter Herger am: 05.05.2011 13:31
Der Weg ist das Ziel. Doch am Ziel ist man als Unternehmer nie. Man meistert vielmehr Tag für Tag den Weg. Trotzdem sind zehn Jahre ein schönes Etappenziel und der richtige Zeitpunkt, um tief durchzuatmen, zu danken und zu feiern.

Im vergangenen Jahr war ich zu Gast am 20-Jahre-Jubiläum eines unserer Vertriebspartner. Der Gastgeber wusste allerlei Anekdoten zu erzählen, auch von den Hochs und Tiefs, die er erlebte und von den vielen Verzweigungen, an die ihn sein Weg immer wieder führte. Ich horchte gespannt den Ausführungen und schritt in Gedanken den Weg von PROFFIX ab. Dabei wurde mir bewusst, dass dieser bislang stets bergauf geführt hat und wir in den letzten Jahren vom Glück begleitet wurden.

So erfreulich dies ist, gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Denn um sich einer anderen wichtigen Weisheit zu bedienen: «Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall.» Und so werden wir unseren eigenen Weg weitergehen – mit Blick nach vorn, gestärkt von den vielen Erfolgen und Erlebnissen...
erstellt von Peter Herger am: 20.12.2010 14:18
Beim RAV (Regionale Arbeitsvermittlungszentren) waren es 60 Millionen Schweizer Franken, die für die Neuentwicklung einer Software investiert wurden, bei der Ausgleichskasse endete dasselbe Vorhaben in einem 250-Millionen-Flop und bei der Armee ist sogar die Rede von 700-Millionen investierten Steuergeldern. Zugegebenermassen, das sind gegenüber einer KMU-Software gigantische und nicht vergleichbare Summen. Trotzdem stellt sich auch für ein KMU die Frage nach dem Preis einer Software. Um diese für das eigene Unternehmen beantworten zu können, erscheint es mir wichtig, dass die Softwarebeschaffung als strategische Investition betrachtet wird. Sprich, die Lösung muss – selbst in kleineren Betrieben – während einigen Jahren den Anforderungen gerecht werden. Und alles, was ein paar Jahre genutzt werden will, soll auch seinen Preis haben. Standardsoftware ist beim Kauf zwar günstiger, dafür kann nicht jeder Wunsch umgesetzt werden. Diese finanzieren sich ausschliesslich über die Menge von Kunden, welche mit derselben...
erstellt von Peter Herger am: 12.03.2010 13:51
Mit dem Ziel der Vereinheitlichung und Vereinfachung wurde das Mehrwertsteuergesetz vollständig erneuert und mit einer entsprechenden Verordnung Anfang des Jahres in Kraft gesetzt. Doch kann für uns Unternehmer wirklich von einer Vereinfachung die Rede sein, wenn wir uns wieder mit einer komplexen Gesetzesvorlage befassen müssen, was finanzielle und zeitliche Ressourcen bindet? Seit der Einführung im Jahre 1995 hatten wir uns langsam an die Mehrwertsteuer und ihre Eigenheiten gewöhnt und wussten, was zulässig ist und was nicht. Nun stehen wir wieder vor einem neuen Gesetz, und ohne abschliessende Broschüren der ESTV starten wir wieder zum Blindflug. Was ist erlaubt und wo muss ich mich exakt an die Bestimmungen halten? So ist man beispielsweise beim Vorsteuerbeleg flexibler geworden, beim Occasionshandel aber ist der genaue Wortlaut auf dem Dokument vorgeschrieben. Neu gibt es 10 statt 7 Saldosteuersätze und die Versteuerung von Dienstleistungen aus dem Ausland hat sich von der Betrachtungsweise her völlig gedreht....
erstellt von Peter Herger am: 05.03.2010 11:28
Diese Frage wird mir oft gestellt und meine Standardantwort ist jeweils: «Es geht, früher gaben wir das Geld einfach für Inserate aus».

Das ist jedoch nur ein Teil der Begründung. Es ist korrekt, dass wir kaum mehr Inserate schalten, weil der Streuverlust im Vergleich mit den Kosten zu gross ist. Wir als eher unbekannte Firma, haben es schwer, dass unsere Inserate wahrgenommen werden. Natürlich kann man dasselbe auch vom Sportsponsoring sagen, aber…

Die Grundidee war ursprünglich, dass ich die obligaten Essen mit Kunden interessanter und erinnerungsträchtiger gestalten wollte, deshalb entschied ich mich, anstelle der Essen in einem feinen Restaurant, Kunden zum Eishockey einzuladen. Ist emotionaler und somit auch intensiver und abwechslungsreicher als ein gewöhnliches Essen. Gleichzeitig war mein Ziel mein Netzwerk auszubauen, und das in einem Umfeld in dem ich mich schon seit Jahren bewege.

Das zusätzliche Engagement auf den Trikots der Kloten Flyers war zuerst ein Entscheid aus dem Bauch...
erstellt von Peter Herger am: 19.02.2010 09:27
Immer zu Beginn eines Jahres gilt es, die Lohnbuchhaltung so schnell wie möglich abzuschliessen und die Jahresdeklarationen an die verschiedenen Sozialversicherungspartner einzureichen. Ziel ist es, möglichst schnell die entsprechenden Schlussabrechnungen in den Buchhaltungen zu verbuchen. Die Idee eines einheitlichen Lohnmeldeverfahrens und der elektronischen Übermittlung an die Lohndatenempfänger ist entsprechend einleuchtend und eine Vereinfachung für alle.

Leider ist die Umsetzung in der Praxis jedoch sehr schwierig. Zwar bieten die meisten Versicherungen und Ämter heute diesen ELM Standard an. Doch der letzte Erfahrungsaustausch, der schon wieder über ein Jahr zurück liegt, zeigte, dass die Lohndatenempfänger diese Idee zwar unterstützen, aber nicht als Vorteil von ihrer Seite betrachten. Bei einigen ist es sogar so, dass die auf dem elektronischen Weg empfangenen Daten ausgedruckt und manuell erfasst werden. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass die Übermittlung nicht bei allen Empfängern reibungslos...
erstellt von Peter Herger am: 12.02.2010 15:07
Gestern hatte ich ein Erlebnis, dass mich wiedermal zu Nachdenken anregte. Ich hatte ausnahmsweise bei einem schweizer DVD-Versand, bei dem ich seit Jahren guter Kunde bin, einen Wunsch. Auf mein E-Mail kam dann auch prompt die Antwort «Vom System her ist es leider nicht möglich…».

Als Hersteller solcher Software runzelte ich natürlich kurz die Stirn, denn bei unseren Kunden muss immer alles möglich sein, und das obwohl man für ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis eine Standardlösung erhält. Entsprechend konnte ich das nicht glauben und fragte nochmals ausdrücklich nach. Darauf kam von einer Drittperson die Antwort: «Wir haben Ihren Fall an die IT-Abteilung weitergeleitet, sie haben eine Möglichkeit dies manuell anzupassen.» Na da schau her :-).

Wie weit soll Kundenservice gehen? Darüber machte ich mir dann Gedanken, zum Einen natürlich aus Sicht unserer Kunden und zum Anderen auch aus unserer Sicht. Mein Fazit ist klar, eine gewisse Flexibilität ist unabdingbar, auch wenn dazu Handarbeit nötig...
erstellt von Peter Herger am: 24.12.2009 09:44
Aller Widrigkeiten und Negativschlagzeilen der letzten Monate zum Trotz, wir freuen uns, auf ein gutes Geschäftsjahr zurückzublicken. Wenn ich mich umhöre, habe ich das Gefühl, dass es eher die kleineren Unternehmen sind, die sich in schlechteren Zeiten besser zu behaupten wissen. Sicher ist dies branchenabhängig – aber nicht nur. Kleinere und mittlere Firmen sind oftmals inhabergeführt. Sie müssen nicht erst in der Krise lernen, den Gürtel enger zu schnallen, sondern haben gelernt, diesen stets nicht zu locker zu tragen. Zudem sind sie weit agiler und können sich auf ändernde Situationen schneller einstellen. Entsprechend sind diese Unternehmen auf Mitarbeiter angewiesen, die Persönlichkeit, Unternehmensgeist und Engagement mitbringen. Solche Mitarbeiter sind das höchste Kapital, auch wenn dies in Konzernen und börsenkotierten Unternehmen mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Ich schätze es, einem Team von Mitarbeitern vertrauen zu können, das gute wie schlechtere Zeiten zu meistern vermag. Insbesondere auch...
erstellt von Peter Herger am: 15.09.2009 16:26
Dies vorweg. Auch ich schätze die Fortschritte moderner Kommunikationstechnologien: Die Möglichkeit zu haben, überall mit dem Handy zu telefonieren, E-Mails abzurufen und auf Geschäftsdaten zuzugreifen. Am Anfang schien uns allen, als könnte damit der Gipfel der Effizienz erreicht werden. Doch heute müssen wir feststellen, dass die ständige Informationspenetration nicht zwangsläufig zu besser informierten Geschäftsleuten führt. Wissen, was im Unternehmen läuft, ist mir wichtig. Muss ich jedoch deshalb auf jede E-Mail kopiert und so alle zwei Minuten aus meinen Gedanken gerissen werden? Oder nach einem strengen Tag unterwegs den Abend im Outlook verbringen.  Zwischenzeitlich hatte bei mir der Druck, die E-Mails abarbeiten zu müssen, soweit geführt, dass ich zwischen den Meetings schnell online ging, damit mich die Beantwortung danach nicht den Feierabend kostete. Irgendwann hatte die Mailflut jedoch einen Pegel erreicht, der mich zu einschneidenden Massnahmen zwang.  Intern gilt seitdem die Regel, jemanden nur dann auf eine Kopie zu setzen, wenn die Mail entweder sehr dringend oder der Inhalt von hoher Bedeutung ist. Ansonsten sollen die Informationen gesammelt, formuliert und bei einer persönlichen Besprechung diskutiert werden.

...
erstellt von Peter Herger am: 15.05.2009 13:39
Nachdem wir 2005 als ganz junges Unternehmen zusammen mit der PostFinance zum ersten Mal an der Orbit waren, konnten wir auf einen erfolgreichen Messeauftritt zurück schauen. Auch in den folgenden Jahren 2006 und 2007 konnten wir uns mit einem eigenen Standkonzept gut präsentieren und zahlreiche Interessenten aus dem KMU-Umfeld ansprechen und ihnen unsere Philosophie vermitteln.

Im letzten Jahr dann die erste Enttäuschung. Die Orbit-Besucher waren immer weniger Unternehmer und Anwender, sondern vermehrt IT-Spezialisten, welche nicht zu den primären Entscheidungsträgern bei der Evaluation einer Business Software gehören. Trotzdem war unser Chalet mit unserem Brunnen ein guter Image-Auftritt. Doch die Frage stellte sich, lohnt sich ein aufwendiger Auftritt 4 Tage in Zürich nur für Image.

Zusammen mit anderen Business Software Herstellern suchte man das Gespräch mit der Messeleitung, da wir ja interessiert waren, wieder mehr Unternehmer an die Messe zu locken. Wir von PROFFIX waren dann eigentlich auch überzeugt von einer erneuten Messeteilnahme, nur arbeiten wir im Vertrieb mit unseren Partnern. Nachdem das in der Vergangenheit kein Thema war 5-6 Partner zu finden, meldet sich nur gerade vier Partner auf unseren Aufruf, trotzdem wären wir wohl gegangen, hätte nicht ein Mitbewerber nach dem anderen seinen Messeauftritt abgesagt. Dadurch waren auch unsere Partner nicht mehr so motiviert, die Investition mit uns zu tragen.

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erstellt von Peter Herger am: 28.04.2009 14:04
Der Wind in der Wirtschaft hat gedreht. Trotzdem scheint es mir, dass ein Teil der aktuellen Unsicherheit auch von Medien gemacht ist. Lassen Sie mich dazu von einem Erlebnis bei meinen Partnerbesuchen im letzten schneereichen Dezember erzählen. Auf der Fahrt nach Bern prophezeit der Radiosprecher ein regelrechtes Verkehrschaos: Hin lief der Verkehr fliessend und zurück beinahe wie geschmiert. Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Basel, schien sich die Nachricht vom Schneechaos schon so weit verbreitet zu haben, dass ich schlicht gar keinen Verkehr hatte. Und nach St. Gallen schneite es zwar zum ersten Mal, aber von Chaos ebenfalls keine Spur.

Ähnlich verhält es sich mit «der Krise». Sicher gibt es viel Negatives zu berichten, wobei die Schlagzeilen gerne aufgebauscht werden. Doch sind mit der Finanz- und der Autoindustrie nicht vornehmlich Branchen betroffen, deren Geschäftsgebaren uns schon länger zu denken gab? Wenn ich mich mit KMU unterhalte, sind viele weniger von der aktuellen Situation betroffen,...
 
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